... Wenn Besteuerung somit einen Zwangscharacter trägt und daher von Diebstahl nicht zu unterscheiden ist, so folgt daraus, daß der Staat, der von der Besteuerung lebt, eine riesige kriminelle Vereinigung ist, weit größer und erfolgreicher als irgendeine private Mafia in der Geschichte. Zudem sollte er nicht nur gemessen an der Theorie des Verbrechens und der Eigentumsrechte, wie sie in diesem Buch dargelegt wurde, als kriminell angesehen werden, sondern selbst gemessen an der gewöhnlichen Anschauung der Menschheit, die Diebstahl immer als Verbrechen ansieht.
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Tatsache ist, daß die Regierung wie ein Straßenräuber "Geld oder Leben" zu den Menschen sagt. Und viele, wenn nicht die meisten Steuern, werden unter dem Zwang dieser Steuer Drohung gezahlt.
In der Tat wartet die Regierung nicht im Hinterhalt. Sie springt nicht aus dem Straßengraben auf jemanden zu und macht sich, eine Pistole auf seinen Kopf gerichtet, daran, seine Taschen zu leeren. Doch der Raub ist hier nichtsdestotrotz ein Raub, und er ist weit gemeiner und schmachvoller.
Der Straßenräuber nimmt die Verantwortung, die Gefahr und das Verbrechen seiner Handlung ganz auf sich selbst. Er behauptet nicht, daß er irgendeinen Rechtsanspruch auf Dein Geld hat oder daß er beabsichtigt, es zu Deinem eigenen Vorteil zu verwenden. Er behauptet nicht, etwas anderes als ein Räuber zu sein. Er ist noch nicht schamlos genug, zu verkünden, daß er lediglich ein "Beschützer" sei und andere Menschen nur deshalb Geld gegen ihren Willen wegnehme, damit er jene vernarrten Reisenden schützen kann, die glauben, sich sehr gut selbst schützen zu können, die sein spezielles Schutzsystem nicht schätzen. Er ist ein viel zu vernünftiger Mensch, um solche Verlautbarungen von sich zu geben. Außerdem läßt er Dich in Ruhe, wenn er Dein Geld genommen hat, wie Du es ja auch willst. Er fährt nicht fort, Dir gegen Deinen Willen auf der Straße zu folgen, und maßt sich nicht an, wegen des "Schutzes", den er Dir gewährt, Dein rechtmäßiger "Souverän" zu sein. Er fährt nicht fort, Dich zu "beschützen", indem er Dir befiehlt, Dich ihm zu beugen und ihm zu dienen; indem er von Dir dieses fordert und Dir jenes verbietet; indem er Dir noch mehr Geld raubt, sooft dies in seinem Interesse ist liegt bzw. sooft es ihm gefällt; und indem er Dich als Aufrührer, als Verräter und als Fein Deines Landes brandmarkt und Dich ohne Gnade niederschießt, wenn Du seine Autorität bestreitest oder seinen Forderungen widersetzt. Er ist ein zu großer Gentleman, um sich solcher Betrügereien, Beleidigungen und Gemeinheiten schuldig zu machen. Kurz gesagt, versucht er nicht, nachdem er Dich beraubt hat, aus Dir noch einen Narren oder einen Sklaven zu machen.
Murray N. Rothbard in Ethik der Freiheit, S. 172/173... Und Steuerfahnder sind vor allem Pechvögel, die nicht genug verdienen, um Steuern hinterziehen zu können. ...
Henryk M.Broder auf achgut.de
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